Entworfen vom schottischen Benediktinermönch Bernhard Stuart stellt Schloss Leopoldskron eine bewusste Abkehr von der dramatischen barocken Architektur Salzburgs dar.
Die kompakte Anlage, die klare Symmetrie und die zurückhaltende Dekoration folgen klassischen Idealen von Balance und Proportion und stehen für eine Architektur, die ebenso vom Intellekt wie vom Ornament geprägt ist.
Für Fürsterzbischof Leopold Anton von Firmian war dies mehr als ein Stil. Es war Ausdruck von Anspruch und kulturellem Selbstverständnis und zugleich eine Einordnung des Schlosses in eine europäische Tradition.
Im Laufe der Jahrhunderte haben diese Räume immer wieder neue Bedeutungen aufgenommen: künstlerische Neuerfindung unter Max Reinhardt, politische Zäsur während der NS-Zeit und schließlich die Erneuerung als Ort des Dialogs und des Austauschs.
Heute sind die Prunkräume sowohl historische Räume als auch lebendige Orte, geprägt von Schönheit, Komplexität und den Geschichten, die in diesen Räumen weiterleben.