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Seinerzeit galt Schloss Leopoldskron als „Gesamtkunstwerk“, wie es in den Memoiren berühmter Gäste aufscheint und als eine von Reinhardts größten Inszenierungen. Es bleibt jedoch auch kein Geheimnis, dass Max Reinhardt als gebürtiger Wiener jüdischer Abstammung immer wieder angefeindet wurde. In den schwierigen Zeiten Salzburgs nach dem Ersten Weltkrieg wurde er deshalb als „Kriegsgewinnler“, „Neureicher“ oder auch als „Parvenü“ bezeichnet. |
Helene Thimig, Reinhardts Witwe schilderte die Einstellung zum Besitztum aus eigener Sicht devot: “Als ich in jenem Nachkriegssommer (Anm. nach 2. WK) durch die Zimmer und Säle des Schlosses ging, die Stukkaturen im Musikzimmer ansah, die Deckenbilder und Böden, die Öfen und Schränke (...) fühlte ich mich nicht als Schlossherrin, so wenig wie Reinhardt sich als Schlossherr fühlte.“ |


